Verfasst von: Henry | Freitag, 4. Juli 2008

Ich mach dann mal ‘ne Pause…

So, wo war ich denn eigentlich stehen geblieben? Ach ja, nach meinem Solo.

Gut eine Woche nach meinem ersten Soloflug, welcher wohlgemerkt den Beginn von Phase II darstellt, bin ich mit dieser Phase auch schon so gut, wie durch. In den letzten beiden Wochen haben wir nochmal richtig Gas gegeben und zur Vervollständigung von Phase II fehlen mir nur noch zwei Solo-Cross-Country-Flüge, für die ich allerdings mein Funkzeugnis und die bestandene Theorieprüfung benötige. Weil das aber noch nicht der Fall ist, darf ich jetzt erstmal nicht mehr fliegen und wurde zum Lernen verdonnert ;) Bis in einem Monat sollte ich dann beides haben, wobei ich wohl schon recht bald das Funkzeugnis machen werde, da ich beim Funken keine großen Schwierigkeiten habe. Hoffentlich gibts da keinen Vorführeffekt bei der Prüfung :)

Für diese Woche waren eigentlich täglich Flüge mit der Cessna 152 geplant, was sich aber bereits nach den Flugstunden vom Montag und Dienstag erledigt hatte, da ich meine Missionen, die im Syllabus vorgeschrieben sind, alle erfüllt habe, bis auf die oben genannten Solo-X-Countries und auch weil ich inzwischen gut 35 Flugstunden zusammen habe. Für die praktische Prüfung ist ein Minimum von 45 Stunden vorgeschrieben, ich nähere mich also recht flott meinem PPL(A).
Die beiden Termine diese Woche bestanden eigentlich zum größten Teil darin, Solo-Flugzeit. Das bedeutet natürlich Platzrunden schrubben, allerdings an verschiedenen Flugplätzen – man braucht ja Erfahrung. Irgendwann kennt man die Platzrunde in Mengen schließlich auswendig ;)
Weiterhin waren ein Streckennavigationsflug Stuttgart-Tannheim-Mengen-Stuttgart und diverse Spot Landings dabei.
Spot Landing bedeutet, dass man 1.000 ft über Platzrundenhöhe steigt und dann über dem Platz einen Motorausfall simuliert und dann bis zur Landebahn segelt. Anfangs haben wir dazu den Triebling einfach auf Leerlauf gestellt.

Beim dritten Mal war das Vorgehen ein Anderes: “Das klappt doch ganz gut”, sagte mein FI zu mir. Ich antwortete: “Ja, doch, ist nicht so schwierig.” Ein dreckiges Lachen, ein kurzes Ziehen am Gemischhebel und 10 Sekunden später stand der Propeller still. “Tja, jetzt muss es klappen, sonst sind wir tot.” Nein, das waren nicht die letzten Worte des Fluglehrers ;)
Nun also ein Spot Landing unter nahezu realen Bedingungen. Schon ein ekliges Gefühl, wenn der Triebling steht. Aber never mind, einfach das Standard-Prozedere machen und dann wird auch alles gut gehen. Ging ja auch alles gut. Die Maschine setzte auf, wo sie aufsetzen sollte, nämlich kurz hinter der Landebahnschwelle. ja, am nächsten Tag sollte ich das dann auch noch alleine machen.
Hierbei sei noch der wunderbare Flugplatz Bremgarten (EDTG) erwähnt, der sich nahe der französischen Grenze in der Nähe von Freiburg befindet. Eine wunderbare lange Asphaltbahn, wenig Verkehr, offenes Gelände, einfache Platzrunde und wenn man mag, kann man auch auf der Grasbahn landen. Ideal, um Schülern das Landen beizubringen.

Die kommende fliegerische Durststrecke werd ich mir wohl mit Lernen vertreiben müssen und… ach ja, nächste Woche gehts wieder zur Arbeit ;)


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