Neben diversen Brüllern und Schenkelklopfern gab es beim letzten Theorieunterricht zwei Themengebiete: Flugplanung und Funkzeugnis.
Zu erstgenanntem gibt es nicht besonders viel zu sagen, außer dass wir nochmal explizit auf den Bereich Kraftstoffberechnung, Masse & Schwerpunkt und Start- / Landestreckenberechnung eingingen. Sobald man erstmal weiß, woher man die ganzen Informationen nehmen soll, wird man quasi von der Fülle der Informationen erschlagen. Unglaublich, was alles in einem Auszug eines Flugzeughandbuches stehen kann. Zum Vergleich dazu, kann man bei einem Auto ja eigentlich einsteigen und los fahren; ich zumindest hab mir mein Handbuch vom Auto niemals durchgelesen… ich weiß nicht mal genau, wie es aussieht.
So sollte man es beim Fliegen jedoch nicht machen. Gut, kann man schon, aber es besteht dann natürlich die Gefahr, dass es das erste und letzte Mal war 
Es ist zwar eine Menge Arbeit, aber es gilt nunmal safety first, denn schließlich muss man wissen, ob ein Flug unter den gegebenen Bedingungen durchführbar ist oder nicht.
In unserer zweiten Funkzeugnis-Session sind wir ins praktische Funken eingestiegen und haben die Theorie erstmal hinter uns gelassen. Die Standard-An- und -Abflüge sind einigermaßen klar, doch hin und wieder stellt sich doch die Frage: Mitschreiben oder nicht? Für mich gilt jedenfalls: Ja! Zumindest so lange sich mein Arbeitsspeicher nicht verdoppelt hat.
Auch wenn unser Fluglehrer uns immer ermahnt: “Freundlich sein”, fürs Funkzeugnis tritt diese Regel erstmal außer Kraft, denn Sprüche wie “Guten Tag” oder “Schönen Abend noch” sind keine offiziellen Sprechgruppen und werden bei der Funkzeugnisprüfung mit Fehlerpunkten bestraft. Nun wird man schon darauf getrimmt, den Lotsen wie einen Roboter zu behandeln. Schade.
Es stehen inzwischen noch etwa 6 Wochen Theorieunterricht aus. Dann heißt es Funkzeugnis machen und PPL-Theorieprüfung bestehen, damit man endlich auch ohne Fluglehrer auf Achse gehen kann. Am meisten lernt man schließlich, wenn man auf sich allein gestellt ist. Das wird ein Spaß
Sonntag Vormittag fand übrigens der letzte Schulungsflug statt. Diesmal nach Donaueschingen, da Mengen aus Lärmschutzgründen sonntags für Platzrunden gesperrt ist. Auch recht, Abwechslung tut immer gut. Allerdings ist die Platzrunde in Donaueschingen etwas schwieriger zu fliegen, da sie einfach kürzer ist. Zur Verkürzung werden wir übrigens gezwungen, da wir in dieser Höhe keine Ortschaften überfliegen dürfen. Willkommen in Deutschland.
Die Flüge vom Montag und Dienstag wurden aufgrund des Wetters leider abgesagt.
Da fällt mir doch immer wieder der Refrain eines Liedes ein:
“Everywhere you go, always take the weather with you”
Hour Building