Gestern war der fliegerisch härteste Tag bisher: 10.30 Uhr in Stuttgart los, 19.30 Uhr wieder zurück – und ziemlich fertig.
Jedenfalls traf ich mich mit meinen beiden ATPL-Kollegen morgens an der Schule, von wo wir dann rüber zum GAT gefahren sind, wo wir unsere Flugplanung gemacht haben: Es ging mal wieder nach Mengen. Den Hinflug wollte ich machen, weil ich am Montag leichte Probleme hatte, den Weg zu finden, aber es kommt ja, wie so oft, anders als man denkt. Doch dazu später mehr.
Diesmal hatten wir die Cessna 172 Skyhawk II, die erstmal aufgetankt und durchgecheckt werden musste. Als wir damit fertig waren, kam auch schon unser FI, der uns die gesamte Flugvorbereitung selbst machen ließ. Früh übt sich.
Einsteigen, Checkliste abarbeiten, Motor starten und nochmal ein kurzes Briefing zum Funkverkehr, den ich anschließend selbst übernommen habe. Lief ganz gut, war nur etwas nervös, Fehler zu machen. Aber laut Dirk hab ich das ganz gut hingekriegt. Nachdem wir dann noch eine gute halbe Stunde gewartet haben – in Stuttgart war um diese Uhrzeit Rush Hour – ging es dann auch ganz flott los.
Ich hatte mir die Route so schön geplant, aber leider mussten wir aufgrund der schlechten Sicht davon abweichen, weil sich das Sauwetter an der Albkante angestaut hatte – aber da mussten wir durch. Irgendwie sind wir dann doch noch nach Mengen gekommen, nachdem die Sicht nach und nach besser wurde.
Dann ging es los mit den ersten paar Platzrunden und dem Einüben, der Routinen. Nach etwa einer Stunde machten wir dann Mittagspause, weil ein Gewitter angerauscht kam. Also erstmal Energie aufgetankt und den landenden Bundeswehr-Hubschrauber bestaunt, bevor der Nächste mit Platzrunden an der Reihe war.
Eine Stunde später war schließlich wieder ich an der Reihe, wie immer eine Stunde, anschließend wieder Wechsel, eine Stunde lang Platzrunden fliegen, Wechsel, so dass ich wieder an der Reihe war. Inzwischen waren die Tanks ziemlich leer, weshalb wir erstmal auftanken mussten. Das Wetter war übrigens total verregnet, aber es war hervorragend zum Fliegen, da es nahezu windstill war. Weiter ging es mit den letzten paar Platzrunden für mich, bevor dann Schluss war. Gegen 19.00 Uhr machten wir uns dann auf den Rückweg nach Stuttgart. Da der Himmer inzwischen auch aufgeklar ist, konnten wir kurz über die Wolken steigen, bevor unser FI uns bei der Landung in Stuttgart noch eine “aerodynamische Vollbremsung” demonstrierte 
Das bedeutet im Klartext, mit Höchstgeschwindigkeit anfliegen, über der Bahn die Maschine hochreißen, um abzubremsen, Klappen raus und runter auf die Landebahn. Die Jungs im Tower dachten sich zu dem Zeitpunkt wahrscheinlich “Ah, die FFH ist wieder da” oder sowas in der Art
Sah von außen bestimmt wunderbar aus
So ging ein anstrengender Tag zu Ende und nach nur zwei Tagen Fliegen, habe ich inzwischen 40 Starts und Landungen runtergeschrubbt. Noch so eine Woche und ich bin reif für’s erste Solo.
Ich hätte nicht gedacht, dass ich das mal sage, aber zum Glück ist jetzt erstmal ein paar Tage Pause
Hour Building