Diesen Monat über bin ich eigentlich mehrere Male in der Woche in Stuttgart: Samstags für den Theorieunterricht und die restlichen Tage für die Praxisstunden. Der Flug am Sonntag musste aufgrund von schlechtem Wetter leider abgesagt werden, so wie es vergangenen Mittwoch auch schon der Fall war.
Am Montag hatte sich das Wetter dann allerdings erbarmt und ich konnte mich gegen Mittag mit meinem Fluglehrer am General Aviation Terminal in Stuttgart treffen.
Nach einer halben Stunde Vorbesprechung über die Flugplanung, ging es dann auch los zum kleinsten Flugzeug der FFH-Flotte: Die Cessna C152 D-EYPE, 110 PS, Vierzylinder Boxermotor, mit Entertainment-System, das in meinem Fall Dirk heißt und rechts von mir saß.
Zu Beginn stand etwas Cockpit-Training auf dem Programm – wo ist welcher Schalter für was?
Vor dem Rollen erläuterte mein FI mir noch den Ablauf des Sprechfunks auf einem Verkehrsflughafen, den wir dann auch nochmal gemeinsam durchspielten, bevor wir uns dann tatsächlich bei Stuttgart Delivery meldeten, um unseren Initial Call zu machen. Delivery übergab uns dann an Stuttgart Rollkontrolle und schließlich an Stuttgart Turm. Ja, wir wickeln den Funk erstmal auf Deutsch ab, weil es einfacher ist, als gleich mit Englisch einzusteigen, bevor man überhaupt die Zusammenhänge beim Funken verstanden hat.
Wir starteten von der Piste 07, drehten dann auf einen Süd-Ost-Kurs und verließen die Kontrollzone. Entlang einer Bahnlinie fanden wir uns schließlich bis nach Mengen, wo wir zehn Platzrunden drehten, die meisten davon in normaler Landekonfiguration, bevor es ans Landen ohne Klappen ging. Ein simulierter Triebwerksausfall nach dem Start war auch dabei, bevor mir mein Fluglehrer noch eine Ziellandung mit abgestelltem Motor demonstrierte.
Nach einer Stunde Platzrunden schrubben war dann erstmal Pause angesagt bevor wir den Flug zurück nach Stuttgart besprachen. Diesmal hatten wir vor, nicht ausschließlich nach Sicht zu fliegen, sondern das “Tango”-Funkfeuer anzusteuern, welches sich beinahe direkt an unserem Pflichtmeldepunkt, über welchen wir in Stuttgart einfliegen wollten, befand.
Das hat so weit auch alles gut geklappt, auch wenn es zur Landung hin noch einmal etwas hektischer wurde – zumindest bei mir
Wenn man hinter sich einen Airliner im Anflug hat, kann man sich eben nicht so viel Zeit mit der Landung lassen.
Mit dem Wetter hatten wir übrigens recht viel Glück gehabt, denn in Stuttgart scheint sich’s ausgetobt zu haben als wir in Mengen waren.
Ich hoffe, dass es sich noch etwas hält, damit am Mittwoch die nächste Stunde folgen kann.
Hour Building